Warum Kunst wieder magisch werden soll

Ein künstlerisches Pamphlet:

Der erlaubte Anspruch der Maya-Factory ist Kunst wieder als magisch zu verstehen. Der Künstler tut dies mit absoluten Friedensabsichten, in einem Zustand der prozessualen, offenen Formgebung, wobei das weiße Blatt das Nichts in sich trägt. Das ist der Anfang. Er ist dabei der Erkunder seiner Selbst, der sich auf einen spannenden, visuellen, haptischen und phonetischen Prozess einlässt.

Jedes künstlerische Werk, welches während des „Kunst-Machens“ entsteht, setzt klangliche Spuren frei und trägt diese letztendlich in sich. Damit setzt der Künstler Kräfte frei, sein Werk ist Ausdruck dieser Kraft. So ist ein Blatt Papier nach dem Prozess des Gestaltens aufgeladen mit den künstlerischen Prozess bedingenden Entscheidungen, mit Formsuche, formaler Eingrenzung und wieder Verlust der Form und somit ein Sprung in das Amorphe.

Dies kann man als einen magischen Akt der Selbstbefreiung und Selbstbefriedung bezeichnen. Dazu braucht es auch keine Schule, dazu braucht es nur Lust zum Wagnis ins Unbekannte. Zugleich lernt der Künstler die Kunst des unmittelbaren Sehens, schärft seine Intuition und seine Entscheidungskraft. Er baut damit zusätzlich innere, aggressive und kriegerische Spannungen ab und lernt seine Affekte zu beherrschen.

Die Magie der Kunst liegt in der Kraft des Augenblicks, in der Zentriertheit seiner Selbst. Doch auch Zerstreuung, Zufall und Nachlässigkeit kann zu Kunst führen. Wichtig ist nur, ein Gefühl dafür zu bekommen, wann der Prozess beendet werden soll. Es ist meistens dann, wenn, wie Paul Klee gesagt hat, dieses bestimmte: „Jetzt schaut es mich an.“ sich einstellt. Dieses Gefühl läßt sich letztendlich auf alle Kunstformen übertragen.

Die Kraft der Magie der Kunst ist Ursprung der Selbstgenesung. Leistung macht Zufrieden, erfüllt. Der Wille sich mitzuteilen ist eine der größten Gaben des Menschen. Damit werden innere Konflikte bewältigt.

Künstler waren und sind meist Apostel des Friedens, da sie sich ein eigenes, freies Reich schaffen, den Ort ihrer Kunst. Das Atelier des Künstlers ist ein heiliger Ort, die Einsicht der Lebendigkeit seiner Selbst. Er ist im Sinne von Aby Warburg Andachts – und Denkraum. Heutzutage wird dieser Ort auch als Kraftwerk bezeichnet, als Urzelle eines im Kulturverbund freien Staates. Und wenn der Strom ausfallen würde, so würden Kerzen ausreichen, wieder in die magische Zeit der Höhlenmalerei zurückzuführen. Künstler, werdet Höhlenmenschen und bekennt in Euch, dass der Kunstwille einer der ältesten Willenserscheinungen der Menschheit ist. Somit werden Jahrhunderte, Jahrtausende in uns überbrückt.

Hoch lebe die Kultur, nieder mit der Barbarei der Kriege und Kriegsführungen, der Drohnenangriffe, der Verwendung uranangereicherter Munition und der daraus folgenden Verseuchung von Quellen, Trinkwasser und Muttererde. Nieder mit dem feigen Morden mit Sprengstoffgürteln, den kriegsbedingten Serien von Anschlägen. Der religiösen Aufhetzung von Muslimen durch die Besetzung und Zerstörung ihrer Länder. Schluß mit der Zerstörung von Kulturstätten und Kulturgütern …

… erst wenn das erkannt ist, wird es eine wahre menschliche Zivilisation und ewigen Frieden geben.